Leere Blechdosen, Kartonschachteln und Plastikbehälter sammeln sich in fast jedem Haushalt schnell an. Statt sie sofort zu entsorgen, lassen sie sich mit Kindern gemeinsam in einfache Musikinstrumente verwandeln, mit denen anschließend stundenlang musiziert und gespielt werden kann.
Für eine Rassel eignet sich eine kleine, gut verschließbare Dose oder Schachtel, die mit Reis, Linsen oder kleinen Steinen gefüllt wird. Wichtig ist, dass der Deckel fest verschlossen wird, damit während des Spielens nichts herausfällt. Unterschiedliche Füllmengen und Materialien erzeugen dabei ganz verschiedene Klänge, was die Kinder selbst ausprobieren können.
Trommeln aus größeren Behältern
Größere runde Dosen oder feste Kartonschachteln lassen sich mit einem Stück Stoff oder Papier über der Öffnung bespannen und zu kleinen Trommeln umfunktionieren. Das Material wird straff über die Öffnung gespannt und mit Klebeband oder einer Schnur befestigt, sodass beim Klopfen ein voller Klang entsteht.
Die Gestaltung der Instrumente bietet viel Raum für Kreativität: Farben, Aufkleber und selbst gemalte Muster machen jede Rassel und jede Trommel einzigartig. Kinder identifizieren sich oft besonders stark mit selbst gestalteten Gegenständen, was die Freude am gemeinsamen Musizieren zusätzlich steigert.
Aus einer Sammlung unterschiedlicher Behälter entsteht so schnell ein kleines Orchester, das für ein improvisiertes Konzert im Wohnzimmer oder Garten bereitsteht. Die verwendeten Materialien kosten nichts, da sie ohnehin im Haushalt vorhanden waren, und der Nachmittag vergeht wie im Flug.
Wenn die Instrumente nach einiger Zeit ihren Klang verlieren oder auseinanderfallen, lassen sie sich meist unkompliziert erneuern, indem einfach eine neue Füllung oder ein neues Bespannungsmaterial verwendet wird. So bleibt der Spaß am eigenen Instrument über lange Zeit erhalten.
Für ältere Kinder kann das Basteln zusätzlich mit kleinen Experimenten verbunden werden, etwa indem verschiedene Füllmaterialien wie Knöpfe, Muscheln oder kleine Holzstücke miteinander verglichen werden. So entsteht nebenbei ein spielerisches Verständnis dafür, wie unterschiedliches Material den entstehenden Klang jeweils verändert.
Am Ende eines solchen Nachmittags bleibt meist nicht nur eine Sammlung selbst gebauter Instrumente übrig, sondern auch das gute Gefühl, aus vermeintlichem Abfall etwas Sinnvolles geschaffen zu haben. Die Instrumente finden anschließend oft einen festen Platz im Kinderzimmer und werden noch lange nach dem eigentlichen Bastelnachmittag hervorgeholt.