In der Küche sammeln sich mit der Zeit zahlreiche Deckel von Gläsern und Flaschen an, die eigentlich nicht mehr benötigt werden, sobald der Inhalt aufgebraucht ist. Anstatt sie einfach zu entsorgen, lassen sie sich mit Kindern zusammen zu einem eigenen kleinen Memory-Spiel verarbeiten, das anschliessend immer wieder gespielt werden kann.
Für das Spiel werden möglichst viele gleich grosse Deckel gesammelt, damit die fertigen Spielsteine später eine einheitliche Form haben. Kleine runde Papieretiketten werden auf die Innenseite jedes Deckels geklebt und anschliessend mit passenden Motiven bemalt oder beklebt, sodass immer zwei Deckel ein zusammengehöriges Paar ergeben.
Motive gemeinsam gestalten
Beim Gestalten der Motive können Kinder ihrer Fantasie freien Lauf lassen, sei es mit einfachen Tieren, Formen oder ausgeschnittenen Bildern aus alten Zeitschriften. Wichtig ist nur, dass jedes Motiv zweimal vorkommt, damit das eigentliche Spielprinzip funktioniert und passende Paare gefunden werden können.
Nach dem Bemalen sollten die Deckel gut durchtrocknen, bevor sie zum ersten Mal verwendet werden, damit die Motive nicht verwischen. Wer möchte, kann die bemalte Fläche zusätzlich mit einer dünnen Schicht Klarlack schützen, damit das Spiel auch häufigeres Spielen unbeschadet übersteht.
Ein selbst gebasteltes Memory-Spiel bietet gegenüber gekauften Varianten den Vorteil, dass die Motive genau auf die Vorlieben der Kinder abgestimmt werden können, etwa Lieblingstiere oder Figuren aus einer bekannten Geschichte. Das macht das Spiel von Anfang an besonders persönlich und beliebt.
Sind einmal genügend Deckel gesammelt, dauert das eigentliche Basteln nur einen kurzen Nachmittag, während die Freude am fertigen Spiel oft über Monate anhält. Ein kleines Stoffsäckchen sorgt danach dafür, dass alle Spielsteine zusammenbleiben und griffbereit für die nächste Spielrunde sind.
Für unterschiedliche Altersstufen lässt sich der Schwierigkeitsgrad des Spiels leicht anpassen, indem entweder mehr oder weniger Deckelpaare verwendet werden. Jüngere Kinder freuen sich über ein kleineres Spiel mit wenigen, leicht erkennbaren Motiven, während ältere Kinder gerne eine grössere Anzahl an Paaren als Herausforderung annehmen.
Beschädigte oder verblasste Spielsteine lassen sich jederzeit einzeln erneuern, ohne dass gleich das ganze Spiel neu gestaltet werden muss. So bleibt das selbst gebastelte Memory über lange Zeit hinweg spielbereit und wird bei Bedarf immer wieder um neue Motive ergänzt.